Webseite: Umsetzung

Aktualität

Das Internet ist schnellebig. Die darin enthaltenen Informationen sollten ständig auf dem neuesten Stand sein. das Anpreisen seit langem vergriffener Bücher oder Jahresberichte am Ende des Folgejahres ist für Ihre Zielgruppe ein Ärgernis und ein Grund, nicht mehr regelmäßig Ihre Seiten zu besuchen.
Erarbeiten Sie unkomplizierte und schnelle Wege der Aktualisierung.
Trennen Sie aktualitätsbedürftige Inhalte von selten zu aktualisierenden Seiten.
Versehen Sie Ihre Seiten mit einem Aktualisierungs-Datum, damit der/die NutzerIn über die Aktualität informiert ist.
Denken Sie daran, daß ein einziger Kommafehler eine Aktualisierung Ihrer Internetseiten bedeutet. Entwickeln Sie Überlegungen, wie dies ohne großen Aufwand passieren kann.
Vermeiden Sie soweit es geht Bürokratie, beispielsweise Zettel mit Änderungswünschen zu sammeln.
Informieren Sie sich über Content-Management-Systeme das ermöglicht es Ihren MitarbeiterInnen selbsttätig Änderungen vorzunehmen.
Vermeiden Sie ständige strukturelle Änderungen an Ihren Seiten, indem Sie hier gute Vorarbeit leisten.

Dialog mit den NutzerInnen

Bieten Sie Ihren NutzerInnen einen E-Mail-Link an. Hier können Sie schnell und unkompliziert mit Fragen auf Sie zukommen.
Lassen Sie die E-Mail unmittelbar zu den Antwortenden schicken, fahren Sie keine Umwege über die Verwaltung.
Sorgen Sie dafür, daß E-Mail schnell beantwortet wird. Entwickeln Sie eine E-Mail-Vorlage in die lediglich noch der Antworttext geschrieben wird (ähnlich einer Faxvorlage).
Legen Sie ein E-Mail-Verzeichnis in Ihrer Adressdatenbank an.
Viele Provider bieten statistische Daten über die Aufrufe Ihrer Webseiten an. Viele Analyseprogramme im Internet schlüsseln Ihnen das Benutzerverhalten sehr umfangreich auf. Beziehen Sie das Thema Datenschutz ist solche Überlegungen mit ein.

Web 2.0

Unter diesem Stichwort werden vielfach die sogenannten „Social media“ Dienste zusammengefasst. Follower beispielsweise aus Facebook, Twitter und Co. Aber auch Foren und Kommentarfunktionen, die es den Internetnutzern erlauben Meinungen zu äußern und Bewertungen zu hinterlassen. Diese Medien sind mit täglicher Arbeit und großer Verantwortung verbunden.

Verantwortung

Bestimmen Sie eine/n Verantwortliche/n für Ihren Internetauftritt. Hier sollten die Fäden zur Aktualisierung, Kontakt zu außenstehenden Berater/innen sowie technischen Fragestellungen zusammenlaufen.
Bieten Sie Schulungsmöglichkeiten an und bezahlen Sie für diese Tätigkeit mit Freistellung oder Zusatzstunden. Ab einem gewissen Umfang Ihres Internetauftritts kann man dies nicht mehr mal eben so nebenbei machen.
Machen Sie eine Kosten-Nutzenaufstellung. Beobachten Sie die Außenwirkung, Einsparung von Papierdruck und Telefonaten, Kontaktaufbau zu neuen Kundengruppen etc.

Verzeichnisstruktur

Überlegen Sie sorgfältig eine geeignete Verzeichnisstruktur, die Sie lokal auf Ihrem PC, sowie auf der Festplatte Ihres Providers einrichten. Auch hier sollten Sie soviel Vorarbeit leisten, daß diese möglichst unverändert bleibt.
Achten Sie einmal beim Surfen auf die Adresszeile Ihres Browsers. Hier spiegelt sich die Verzeichnisstruktur wieder. Bevorzugen Sie inhaltliche Verzeichnisbenennungen vor solchen wie „fukt03#bn“ oder ähnlichem. Sie können die Verzeichnisse mit slash an Ihre Internetadresse hängen und somit dem Nutzer/der Nutzerin konkretere Zugangswege eröffnen (z.B. www.institution.de/veranstaltungen).
Das Gleiche gilt für die Benennung Ihrer Dateien. Hier sollten Sie auf Kleinschreibung und darauf achten, daß Sie nicht mehr als 8 Buchstaben keine Sonder- (ä,ö,ü,ß) und Leerzeichen verwenden.

Grafische Elemente

Produzieren oder kaufen Sie Bilder und Grafiken, die zu Ihrem Thema passen. Beschränken Sie sich auf aussagekräftige Elemente, die den Inhalt wirklich veranschaulichen.
Verzichten Sie unbedingt auf nichtssagende Cliparts, Bilder von Models oder ähnliches.
Setzen Sie tabellarische Grafiken in Tabellen um.
Überlegen Sie, ob Sie die Bilder kleinformatig einbinden und nur auf Mausklick, für die sehr Interessierten groß darstellen. Das spart dem schnellen Surfer Zeit und bietet den gründlichen Studenten Ihrer Seite Details.
Standardmäßig verwendet das Internet JPG und GIF-Formate. Finden Sie einen guten Kompromiß zwischen optimaler Bilddarstellung und Ladezeiten, beispielsweise durch die Vorbearbeitung von Grafiken.

Online-Layout

Beim Layout Ihrer Seiten sollten Sie auf ein einheitliche Erscheinungsbild achten: Eine Schrifttype, gleiche Schriftgrößen für gleiche Gliederungshierarchie, Positionierung ständig wiederkehrender Elemente usw.
Das Online-Layout unterscheidet sich frappierend von dem beispielsweise eines Buches. Sie können nur sehr eingeschränkt bestimmen wie Ihre NutzerInnen Ihre Seiten anschauen.
Die Optik Ihrer Seite bestimmt sich durch

  • die jeweils benutzen Browser,
  • die Voreinstellungen dieser Browser,
  • die Bildschirmeinstellung (Farben, Auflösung),
  • die Größe der Bildschirme,
  • die installierten Schriftarten

der NutzerInnen! Denken Sie auch an gehandicappte Nutzer/innen und immer mehr auch an andere Ausgabeformate von Webseiten auf Kleingeräten.

Wenn Sie Ihre Browseroptionen umstellen (Schriftart, Farben, Hintergrund), Ihr Browserfenster verkleinern und dann im Internet surfen, werden Sie schnell merken, was das bedeutet.
Diese Unwägbarkeiten müssen Sie bei der Gestaltung Ihrer Seiten einbeziehen!
Gestalten Sie Ihre Seiten unter Einbezug des Regelbarem (Festlegung der Schriftart, Farbe und Größe, des Hintergrund, relative (%) Positionierung von Grafiken, Tabellen u.ä. ) und testen Sie Ihre Seiten online auf allen möglichen Geräten mit unterschiedlichen Einstellungen, zu unterschiedlichen Uhrzeiten. Fordern Sie Freunde und Bekannte auf, die Seiten online zu testen und Kritik zu äußern.

Erweiterter Standard

Auf vielen Internetseiten finden Sie Buntes und Bewegtes. Buntes und Bewegtes fördert lange Ladezeiten, Unübersichtlichkeit und PC-Abstürze. Beobachten Sie sich und Ihre Surfgewohnheiten um zu entscheiden, wieviel und was Sie von den technischen Möglichkeiten auf Ihrer Seite umsetzten wollen.
Prinzipiell unterscheidet man zwischen Standards, deren Funktionalität von der technischen Ausstattung des Nutzers abhängt (Clientseitig: JavaScript, AktiveX) und solcher Programme, die unabhängig von der Nutzerseite sind und auf dem zuständigen Web-Server ablaufen (Serverseitig: CGI, Java-Applets, animierte GIF).
Java-Scripts und Consorten erweitern die Gestaltungs-Möglichkeiten im Web enorm, können aber nicht von allen Nutzern des WWW genutzt werden. Plug-Ins zum Thema Video, Sound o.ä. müssen häufig vom Nutzer erst geladen werden, um sicht- bzw. hörbar zu werden. Client-seitige Aktivitäten können auch vom Nutzer bewusst abgeschaltet werde, beispielsweise aus Gründen der Sicherheit.
Sollten Sie diese dennoch einsetzten wollen, bauen Sie Ihre Seiten so, dass sich Ihre Seiten trotz nicht vorhandener oder deaktivierter Plug-Ins und Scripte lesen und bedienen lassen.

Barierrefreier Standard

Insbesondere durch öffentliche Gelder geförderte Webauftritte müssen barrierefrei sein. Für Personen mit Handicaps werden einige technische Standards zu unüberwindbaren Hindernissen. Mit bereits wenig Aufwand können für diese Zielgruppe jedoch logische Gliederungen, Seiteneinstiege über eine Seitenübersicht, Textinformationen alternativ zu Grafiken, Applets etc. zur Verfügung gestellt werden.

Veröffentlichung

Die beste Internetseite nutzt nichts, wenn Sie niemand kennt.
Sie sollen folgendes tun, um Ihre Seiten bekannt zu machen:

  • Drucken Sie Internet- und E-Mail-Adresse standardmäßig auf alle Ihre Geschäftsdrucksachen.
  • Erzählen Sie möglichst vielen von Ihrer Internet-Adresse, fördern Sie E-Mail Kontakte.
  • Erstellen Sie die Seiteninhalte mit Sorgfalt und verwenden Sie darin vor allem an den wichtigen Stellen, Titel, Überschriften, Seitenanfang, die wichtigen Schlüsselwörter.
  • Versuchen Sie viele Links auf Ihre Seiten zeigen zu lassen.
  • Lassen Sie Ihre Seiten in viele sinnvolle Verzeichnisse aufnehmen.

Hierzu achten Sie auf

  • die logische Anordnung: Titel-Überschriftebene 1-Überschriftebene 2-…
  • die Anordnung inhaltlich wichtiger Bereiche vor den formaleren Bereichen wie Navigation, Bebilderung etc.
  • aussagkräftige Titel (<TITLE>),
  • aussagkräftige Überschriften (<H1> <H2> <H3>),
  • aussagkräftige Schlüsselwörter (<META NAME=“keywords“ CONTENT=““>)
  • aussagkräftige Inhaltsangaben (<META NAME=“description“ CONTENT=““>)
  • Suchmaschinenroutinen (<META NAME=“robots“ CONTENT=“INDEX,FOLLOW“>)

Kontrollieren Sie die Suchmaschine regelmäßig und überprüfen Sie ständig Ihr Erscheinungsbild in den Suchmaschinen, sowie die Wege, auf der Ihre Seite gefunden wird. Sie sollten neben inhaltlichen Stichworten auch Dinge wie Ortsangaben, Postleitzahlen und bekannte Namen in Ihre Suchbegriffe aufnehmen.

Beschäftigen Sie sich zur Information über das Suchverhalten anderer Netz-Nutzer/innen mit den Möglichkeiten der Suche im Internet.

Jetzt ist Ihre Webseite komplett und muß „nur noch“ auf dem neuesten Stand gehalten werden.

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